Do

19

Jun

2014

Oregano im Juni - mehr als nur ein Pizzagewürz

Gewöhnlicher Dost
Oregano

Oregano (Origanum vulgare), Dost oder auch Wohlgemut - jeder kennt ihn von der Pizza oder der italienischen Pastasauce. Er wird auch Wilder Majoran genannt, darf aber nicht mit dem Majoran (Origanum majorana) verwechselt werden, da dieser nicht die identischen Wirksubstanzen enthält. Bei uns kommt er auch wild vor, besonders auf trockenen, sonnigen und gerne kalkhaltigen Standorte. In meinem Garten vermehrt er sich selber - ist immer vital, die Blüte voller Bienen und Schmetterlinge, von keinerlei Krankheiten oder "Schädlingen" lässt er sich schwächen. Und alleine diese Beobachtung führt uns schon auf die richtige Spur seiner vielfältigen Heilwirkungen...weder Bakterien noch Pilze und Viren halten ihm stand...

mehr lesen 0 Kommentare

Di

13

Mai

2014

Salbei im Mai "lebe wohl"

Salbei

Der Salbei in meinem Garten – er wächst und gedeiht üppig seit über 10 Jahren, lockt Bienen und Hummeln. Auch wenn mir sein Geschmack nicht immer angenehm ist: Unabhängig von Witterung, frostigen oder milden Wintern, trockenen oder nassen Sommern – er ist eine Pracht! …und Salbei macht froh, denn: „3 Blätter gegessen mit Salz am Morgen, behüten dich an diesem Tag vor Kummer und Sorgen“. Diese stolze Pflanze schenkt uns Haltbarkeit und Bekömmlichkeit in Küche, Hilfe für Frauen, Konzentration bei geistiger Arbeit, erste Hilfe bei Halsentzündung, eine eigene Stimme, ein natürliches Deo...und vieles mehr - einfach weiterlesen! Natürlich sind auch ein paar Rezeptideen dabei.Der Name "Salvia" leitet sich vom lateinischen salvare (= heilen) ab. Der lateinische Gruß „salve“ bedeutet: Sei gesund, sei glücklich, lebe wohl!

mehr lesen 2 Kommentare

Sa

01

Mär

2014

Huflattich im März

Der Lohn des Wartens

Seit zwei Wochen schon erfreut mich der Huflattich mit seinen gelben Blütenstrahlen. Jedesmal wieder ist es wie ein Wunder, wenn sich unter den vertrockneten Blättern des Vorjahres die ersten Knospenköpfchen auf schuppigen, filzigen und sehr aufrechten Blütenstängel sehen lassen, bei jedem Sonnenstrahl dann das Warten auf die ersten sich öffnenden Blüten…und auf einmal ist bei Sonnenschein dann die ganze Ecke voller leuchtend gelber Blüten, Insekten schwirren und man meint schon der leckeren Blütenhonig zu riechen – ein wunderbares und leckeres Heilmittel bei Husten.

 

 

Hier an dieser Stelle berichte ich unregelmäßig Interessantes (hoffentlich) über heilende Pflanzen in meiner Umgebung oder auch Besonderheiten, die mir in der Begegnung und dem Umgang mit ihnen begegnet sich - und natürlich gibt es auch immer Rezepte

Bis bald!

Ines Fehrmann

 

mehr lesen 0 Kommentare

Huflattich im März

Der Lohn des Wartens

Seit zwei Wochen schon erfreut mich der Huflattich mit seinen gelben Blütenstrahlen. Jedesmal wieder ist es wie ein Wunder, wenn sich unter den vertrockneten Blättern des Vorjahres die ersten Knospenköpfchen auf schuppigen, filzigen und sehr aufrechten Blütenstängel sehen lassen, bei jedem Sonnenstrahl dann das Warten auf die ersten sich öffnenden Blüten…und auf einmal ist bei Sonnenschein dann die ganze Ecke voller leuchtend gelber Blüten, Insekten schwirren und man meint schon der leckeren Blütenhonig zu riechen – ein wunderbares und leckeres Heilmittel bei Husten.

 

 

Hier an dieser Stelle berichte ich unregelmäßig Interessantes (hoffentlich) über heilende Pflanzen in meiner Umgebung oder auch Besonderheiten, die mir in der Begegnung und dem Umgang mit ihnen begegnet sich - und natürlich gibt es auch immer Rezepte

Bis bald!

Ines Fehrmann

 

Vom Huflattich, Tussliago und Tabakkraut

Namen und mehr

Im Mittelalter wurde der Huflattich auch „filius ante patrem“ (= Sohn vor dem Vater) genannt – der Name drückt die  Besonderheit der Pflanze aus: die Blüten erschienen vor den Blättern. Da wir einmal bei Namen sind: Der botanische Name ist Tussilago farfara. Tussilago setzt sich zusammen aus lat. „Tussis“ = Husten und „ago, agere“ = vertreiben – und ist schon ein Hinweis auf die Wirkung dieser Pflanze. Gegen Husten, besonders Reizhusten,  werden übrigens nicht nur die Blüten, sondern besonders auch die Blätter verwendet.  Und farfara? „Farfara“ kommt von lat. „farina“ = Mehl und „ferre“ = tragen, was sich wohl auf die behaarten Blätter bezieht. Besonders die jungen Blätter und die Unterseite der Älteren sehen aus, als seien sie mit Mehl bestäubt.

 

Kleine Pusteblume

Wenn die Blüten verblüht sind, neigen sich die Blütenstängel zur Erde. Sobald aber die Samen reifen, richtet sich der Stängel mit dem Samenstand noch einmal auf.  Wenn man die Samenstände betrachtet denkt man sofort an kleine Pusteblumen – und richtig, es handelt sich auch beim Löwenzahn um einen Korbblütler. Nach dem Verblühen vertrocknen die Blütenstände schnell.  

 

Endlich Blätter

Ab April erscheinen dann auch die Blätter, denen der Huflattich die meisten seiner Volksnamen verdankt. Die Form der Blätter erinnert an einen Hufabdruck, daher  wohl der Name Huflattich. Die Huflattichpflanzen sollen einst den blutigen Hufabdrücken der Kentauren entsprossen sein, als diese gegen die Menschen kämpften.

Tabakkraut heißt die Pflanze auch, denn die getrockneten Blätter wurden schon lange in Mischung mit anderen Kräutern wie Tabak geraucht. Der Name „Wanderers Klopapier“ muss wohl nicht erklärt werden – ab etwa Mai lädt die weiche Unterseite der großen, festen Blätter geradezu zu diesem Gebrauch ein.

 

Und dazu verhilft sie auch...

Die Blüten stahlen geradezu vor Optimismus und Helligkeit – und geben uns gerne ein klein wenig davon ab. Wenn man den Huflattich an alten Holzrückeplätzen oder im Garten beobachtet bemerkz man recht bald sein unverwüstliches Durchsetzungsvermögen – egal ob gegen verdichteten Boden oder andere Pflanzen – auch dies ist wieder ein Hinweis, wo er uns helfen kann, wenn es uns einmal daran mangelt.

 

Sammeln und dann...

Zurück zu den Blüten. Sowie sie in voller Blüte stehen, kann man sie an sonnigen Tagen sammeln, d.h. vorsichtig kurz vor dem vollen aufblühen unter der Blüte abknipsen und dann schnell trocknen. Dabei achtsam sein, damit die recht „fleischigen“ Blüten gut und schnell durchtrocknen und dann später für Hustentees oder Sirup  verwenden.

Giftig oder nicht?

Die Blüten, das Kraut und vor allem die Wurzel sollten laut der Kommission E wegen des Gehaltes an Pyrrolizidinalkaloide (PA), die leberschädigend und evtl. kanzerogen wirken könnten, nicht über einen längeren Zeitraum (4-6 Wochen) verwendet werden.
Die übermäßige sowie langfristige Verwendung von Huflattich aus Wildsammlung sollte vermieden werden. Im Anbau befinden sich heute PA-freie Linien des Huflattich.

Rezepte...

Blütenhonig

Lecker ist gesund ist ein Hustenhonig aus Huflattichblüten. Dazu braucht man möglichst ein paar sonnige Tage.  Zuerst werden frische Blüten ca. 4 cm hoch in ein sauberes, verschließbares Glas gefüllt und mit Honig übergossen, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Am nächsten Tag dann wieder 4 cm Huflattichblüten darüber geben und abermals mit Honig übergießen. Solange wiederholen, bis das Glas voll ist. Will man den Honig noch etwas verfeinern, kann man  eine Lage aus Veilchen- und Schlüsselblumenblüten dazu geben. Das Glas wird verschlossen und etwa 2 Wochen an einem sonnigen Platz stehen gelassen. Danach den Honig durch ein Tuch auspressen und in einem dunklen Gefäß lagern.

 

Haarspülung

Bei  fettigem, schuppigem Haar hilft eine Spülung aus Huflattichblättern oder -Blüten. Einfach einen Absud herstellen, abkühlen lassen und nach dem Waschen ins Haar massieren und trocknen lassen. Man sollte es Nicht bei blondiertem Haar verwenden.

 

Küche

Aus den gelben, frischen Huflattichblüten kann man wunderbar eine erfrischende Frühlingsbowle mit Weißwein oder Limonade mit Wasser, Apfelsaft und Zitrone herstellen. Zudem geben sie auch eine leckere Salatdekoration. Vorsicht: die Blüten gehen nach dem Pflücken relativ schnell zu – also lieber frisch verwenden.

Guten Appetit!

Die Hinweise auf Heilanwendungen ersetzen keine medizinische Behandlung. Es wird keine Haftung für deren Anwendung übernommen. Sammeln Sie stets nur Heilkräuter, die sich sicher erkennen können!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0